Dennis Lück Regal Close-Up

„Wellen haben etwas wahnsinnig Beruhigendes“

Dennis Lück, Chief Creative Officer und Mitinhaber der legendären Werbeagentur Jung von Matt/Limmat, ist seit 2017 drei Mal in Folge zum „Werber des Jahres“ in der Schweiz gewählt worden. Im form.bar-Interview spricht der Heavy-Metal-Fan und dreifache Vater über coole Tage, Bauchentscheidungen, Inspirations-Luxus, Zeitverschwendung und den besten Ratschlag seines Lebens.

Dennis Lück mit Regal

„Man muss auch selbst formbar sein“

Wie fühlt sich Erfolg an? Und macht er glücklich?
Erfolg ist wie ein Stück Käsekuchen von Mama. Während man isst, ist man mega happy. Kaum ist er weg, wartet man, bis es ihn wieder gibt.

Wir von form.bar sind ja davon überzeugt, dass das Leben formbar ist – wie genau hast Du es denn geschafft, das Leben nach Deinen Wünschen zu gestalten?
Hab ich das? (lacht) Nein, ich finde das Wort „formbar“ toll, weil man auch selbst formbar sein muss. Manchmal muss man auch seine Wünsche neu formen oder sein ganzes Leben neuen Umständen anpassen. Und Wünsche selbst sind ja nichts anderes als Ziele. Wer seine eigenen Ziele kennt, weiß auch, wo er hinrennen und was er formen und umformen oder verformen muss. Was mein Leben angeht, das ist noch lange nicht fertig geformt. Ich knete jeden Tag.

Gibt es Zitate oder Weisheiten, die Du besonders gut findest?
Erich Kästner hat ganz viele tolle Zitate, auf die ich gerne zurückgreife. Mein liebstes in Bezug auf die Erziehung von Kindern ist: „Vergiss die Erziehung, sie werden eh wie Du.“ Dieses Zitat hat mir ganz viel Ruhe gegeben.

Dennis Lück Regal

Was war der beste Ratschlag, den Du je bekommen hast?
Der beste Ratschlag war von einem alten Vorgesetzten. Er riet mehr, mehr zu schießen, damit ich mehr treffe. Also mehr Ideen entwickeln als alle anderen. Das habe ich mir zu Herzen genommen. Denn das Genie schießt einmal und trifft dann direkt. Ich habe aus lauter Panik 100 Mal geschossen, aber dafür sogar fünf Mal getroffen. Also dann mehr als das vermeintliche Genie. Das war der beste Ratschlag überhaupt: Mehr schießen!

„Möbel von form.bar sind für mich Inspirations-Luxus“

Was bedeutet für Dich Luxus und wann hast Du dir zuletzt Luxus gegönnt?
Zunächst einmal gibt es zwei Sorten Luxus. Zum einen den Demonstrations-Luxus. Ich kaufe mir eine dicke Uhr und ein schickes Auto und demonstriere den Luxus. Der Zweck des Luxus ist, den Status Quo zu untermauern. Dieser Luxus ist mir zuwider. Dann gibt es noch den Inspirations-Luxus. Die Definition davon ist: Ich kaufe mir Dinge, die ich vielleicht gar nicht brauche, aber die mich inspirieren. Brauche ich eine zweite Gitarre? Nein, aber sie inspiriert mich. Brauche ich das riesige, sündhaft teure Lego-Set? Nein, geht auch ohne. Aber es inspiriert mich und die Kids. Brauche ich ein Regal oder will ich Formen, die mich inspirieren? Ihr seht, ihr fallt für mich klar in die Kategorie Inspirations-Luxus.

Du arbeitest hart, bist viel unterwegs, wie wichtig ist da ein schönes Zuhause?
Mein Zuhause ist meine Ladestation. Wenn ich auf der Couch sitze und mich umschaue, dann fühle ich mich wie ein Handy auf der Induktionsplatte. So soll es sein, und deshalb muss ein Zuhause auch schön sein, denn dann lädt es einen besser wieder auf.

„Der beste Ratschlag überhaupt: Mehr schießen!“

Du hast ein wirklich spektakuläres form.bar-Regal entworfen. Wie bist Du auf die Idee gekommen und wie schwierig war dann die Umsetzung?
Auf die Idee bin ich durchs Spielen gekommen. Und zwar mit eurem Konfigurator. Irgendwann ergab es diese Wellenformen. Wellen haben etwas wahnsinnig Beruhigendes, und ich fand es toll, den Raum mit Wellen zu beruhigen. Das klingt doch toll, oder?

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