Die Wohnwand feiert nach 100 Jahren ein fulminantes Comeback

Schön, praktisch, individuell - und alles andere als altmodisch: Genau 100 Jahren nach ihrer Erfindung erlebt die Wohnwand derzeit eine kaum für möglich gehaltene Renaissance. Die Neuzeit-Variante des Wohnzimmer-Klassikers steht dank maximaler Flexibilität, harmonischer Formen und einem luftig-leichten Design für die Zukunft des Wohnens – bietet zugleich aber alle bekannten Vorteile der Vergangenheit. Trendforscher sind sicher: "Die moderne Wohnwand ist auf dem Weg zum begehrten Kultobjekt."

form.bar Regal

Beseelt von der Aufbruchstimmung der Bauhaus-Jahre

Über viele Jahrzehnte dominierte die Wohnwand Deutschlands Wohnzimmer, war fester Bestandteil der „Guten Stube“ im Wirtschaftswunderland. Das raumhohe, mehrere Meter breite und wuchtige Möbelstück – oft in Eiche rustikal – wurde zum Sinnbild deutscher Gemütlichkeit. Als Erfinder der Wohnwand (auch Schrankwand genannt) gilt der Wiener Architekt Franz Schuster. Beseelt von der Aufbruchstimmung der Bauhaus-Jahre am Anfang des vergangenen Jahrhunderts setzte er sich ein großes Ziel: Er wollte ein Möbel erschaffen, das wenig Platz braucht, gleichzeitig aber viel Stauraum bietet und zudem die Möglichkeit zur Präsentation geschätzter Gegenstände.

Der Weg zum Verkaufsschlager

1921, also vor genau 100 Jahren, ging seine Erfindung in Baden-Württemberg bei der Möbelfabrik Erwin Behr in die industrielle Produktion – und entwickelte sich nach und nach zum Renner und Dauerbrenner. Als dann noch das Fernsehen seinen Siegeszug begann und in der Wohnwand Platz fand, entwickelte sie sich endgültig zum Mittelpunkt des bürgerlichen Wohnzimmers. Bis sie viele Jahre später zum Symbol deutscher Kleinbürgerlichkeit mutierte und allmählich in der Versenkung verschwand. Zu massiv, klobig und dominant, spießig und altbacken – der Trend ging nun eher dahin, die vorher in der praktischen Wohnwand zusammengefassten Elemente innerhalb des Wohnzimmers oder der Wohnung zu verteilen.

Individuelles Designer-Regal Regona mit Schwung

Gesamtoptik soll leicht und luftig wirken

Dass Wohnwände wieder „in“ und sehr gefragt sind, sei einer Reihe von Innovationen zu verdanken, sagt die Expertin: „Geschlossene Drei-Meter-Schränke sind schon länger out. Eine offene, spielerische Regalgestaltung, bei der nicht nur Bücher und Hefte, sondern auch Home-Accessoires und Pflanzen in die Fächer einziehen, ist angesagt. Wie in einem riesigen Setzkasten werden da die Dinge in das Regal verteilt und auch leere Fächer werden ganz gezielt als gestalterisches Element eingesetzt - denn die Gesamtoptik soll leicht und luftig wirken.“

Ähnliches hat die Einrichtungsberaterin Sonja Dworzak (diemoebelbloggerin.com) beobachtet: „Die moderne Wohnwand ist optisch in keinster Weise mit der klassischen vergleichbar. Dem Zeitgeist entsprechen und gleichzeitig zeitlos soll sie sein. Ich merke besonders deutlich, dass Wohnwände für die Gestaltung moderner Bibliotheken im Wohnzimmer gefragt sind.“

Corona hat das Comeback der Wohnwand beschleunigt

Doch der Verzicht auf das ordnende Großmöbel brachte erhebliche Nachteile mit sich. Die schöne Übersichtlichkeit früherer Tage ging verloren, viele fragten sich, wie und wo sie die unzähligen Dinge des modernen Lebens sinnvoll und stilvoll unterbringen können. Gerade durch Corona sei diese Entwicklung in den letzten Monaten nochmals verstärkt worden, berichtet die Trendanalystin Gabriela Kaiser von TRENDagentur: „Wir haben aufgeräumt, umgestaltet, uns neue Bücher und Gesellschaftsspiele zugelegt und gemerkt, dass gerade die Wände eine frische Optik gut gebrauchen können und ein bisschen mehr Stauraum auch nicht verkehrt wäre.“

Kundendesign TV-Wohnwand Weiß

Kundendesign Wohnwand Schwarz

Kundendesign Wohnwand Weiß

Kundendesign Wohnwand Weiß

Kundendesign Wohnwand Weiß

Kundendesign Wohnwand Weiß

Kundendesign Wohnwand Weiß

Kundendesign Wohnwand Weiß

Kundendesign Wohnwand Weiß

Kundendesign Wohnwand Weiß

Wohnwand Giuseppa

Unikate, die genau zum Lifestyle passen

Hersteller moderner Wohnzimmermöbel legen mehr denn je Wert auf flexible Lösungen, um persönliche Wünsche und Bedürfnisse zu berücksichtigen. Bei Design-Pionieren wie der Online-Plattform form.bar lassen sich Wohnwände sogar zu 100 % individuell gestalten. Gabriela Kaiser betont: „Dank individueller Gestaltungsmöglichkeit passt die neue Wohnwand dann nicht nur perfekt in der Größe an die Wand, sondern Liebhaber von organischen Formen können dieser zudem nach Belieben einen eleganten Schwung verleihen und so ein Unikat kreieren, das genau zu ihrem Lifestyle passt.“

Platz für Schallplatten und Spielsachen

Das perfekt passende Möbel – immer mehr Menschen entscheiden sich genau deshalb ganz bewusst für die Design-Spezialisten von form.bar. Wie der Familienvater Max Bertram aus München, der sich schon vor zwei Jahren eine Wohnwand online selbst gestaltet hat – und immer noch hellauf begeistert ist: „Sie sieht immer noch aus wie am ersten Tag, was für die große Qualität spricht. Wir haben uns für form.bar entschieden, weil wir mit allem, was es von der Stange gab, nicht zufrieden waren. Volle Funktionalität bei optischer Schönheit, das haben wir woanders nicht gefunden.“ Das Möbel-Unikat sei ein praktisches Multitalent und mit seinen geschwungenen Formen der Mittelpunkt des Wohnzimmers, biete Platz für einen Schallplattenspieler ebenso wie für die Comic-Sammlung seiner Frau oder die Spielsachen der Kinder.

Zwei Schulfreunde mit dem Gespür für Mega-Trends

Die form.bar-Gründer Nikolas und Alessandro

Form.bar wurde 2015 von den beiden Schulfreunden Nikolas Feth und Alessandro Quaranta gestartet, um das Design und die Fertigung von hochwertigen Möbeln regionaler, klimafreundlicher, effizienter, individuell und digital zu machen. Sechs Jahre später sind sie auf dem besten Weg, die Möbelbranche auf den Kopf zu stellen. Fachleute sprechen angesichts des Hypes, den die Verbindung aus Hochtechnologie, natürlichen Formen und Nachhaltigkeit ausgelöst hat, bereits vom „Tesla der Möbelindustrie“. Ähnlich wie beim E-Auto-Bauer haben es etablierte Firmen versäumt, die Zukunft des Wohnens anzugehen. Weshalb jetzt ein Startup die individuellsten Möbel der Welt verkauft.

Jeden Quadratzentimeter nutzen

Und zwar längst nicht nur Wohnwände. Auf form.bar lassen sich mit Hilfe einer 3D-Echtzeit-Software auch kleinere Regale, Lowboards, Tische und mehr spielerisch selbst gestalten. Sie werden immer von Schreinern in Kundennähe hergestellt. Form.bar versendet also keine Möbel, sondern Daten. So werden unter fairen Bedingungen und zu einem sympathischen Preis einzigartige Liebhaberstücke und Raumkunst geschaffen. Tausende Designs sind auf www.form.bar schon entstanden. Und es werden täglich mehr.

Demokratisierung des Designs

Denn die Demokratisierung des Designs hat gerade erst begonnen. Schön, durchdacht, praktisch, langlebig, gut verarbeitet: Die moderne Wohnwand, die aufgrund ihrer neuen Flexibilität auch im Homeoffice oder im Kinderzimmer als Stauraumwunder immer beliebter wird, erweist sich genau 100 Jahre nach ihrer Erfindung mehr denn je als das perfekte Wohnraumkonzept für alle Menschen mit Sinn für Eleganz und Designgeschichte.

Inspirierende Formen, die beruhigen

Dennis Lück, seit Jahren einer der erfolgreichsten Werbe-Profis im deutschsprachigen Raum, hebt einen weiteren Aspekt des besonderen form.bar-Stils hervor: „Mein Zuhause ist meine Ladestation. Und deshalb muss ein Zuhause auch schön sein, denn dann lädt es einen besser wieder auf. Die Wellen von form.bar haben etwas wahnsinnig Beruhigendes, die Formen inspirieren. Das ist für mich das Höchste, was ich von einem Produkt verlangen kann. Es gibt Möbel, die erfüllen ihren Zweck. Und dann gibt es Wellen, die einen Raum beruhigen. Da liegt für mich der große Unterschied, und deshalb wollte ich die Wellen von form.bar.“